Praktische Theologie I
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"Wer zahlt, schafft an..."

Refinanzierungen von Kirche und Diakonie. Fachtagung für Führungskräfte diakonischer Sozialunternehmen in Deutschland

16.11.2011 – 17.11.2011

In der Öffentlichkeit werden Kirche und Diakonie weitgehend als zusammengehörig aufgefasst, ja: die Leistungen der Diakonie werden als zentraler Bestandteil der Einlösung des Auftrags der Kirche verstanden. Das entspricht auch dem Selbstverständnis von Kirche und Diakonie. Weniger präsent ist dagegen, dass Kirche und Diakonie sich überwiegend getrennt und nach unterschiedlichen Modellen refinanzieren. Im Nebeneinander von Kirchensteuer, Eigenmitteln, Kostenerstattungen und Förderungen aus öffentlichen Sozialfonds spiegelt sich zunächst nur wider, dass die Verhältnisse zwischen Kirche und Staat sowie zwischen Diakonie und Staat historisch gewachsenen, unterschiedlichen Logiken folgen.

Welche Probleme und Chancen aber ergeben sich daraus für das Verhältnis zwischen Kirche und Diakonie? Von welchen finanz-, sozial- und arbeitsrechtlichen Regelungen des Staates profitieren sie durch ihren Verbund? Wie können Unterschiede des Interesses und des finanzwirtschaftlichen Handelns konstruktiv begriffen werden, ohne neue Verteilungskämpfe anzuzetteln? Und wie lassen sich die unterschiedlichen Finanzierungsmodelle als Ausdruck eines unlöslichen Zusammenhangs von zwei relativ selbstständigen Repräsentationsformen des protestantischen Christentums in der deutschen Gesellschaft verstehen?

Auf dem traditionellen Bußtagstreffen der bayerischen Diakonie in der Evangelischen Akademie Tutzing werden Vertreter der Theologie, der Politik und der Soziologie mit Führungskräften der Diakonie über diese Fragen ins Gespräch kommen.

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