Praktische Theologie I
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Das Kreuz mit dem Kreuz. Der Tod Jesu im Protestantismus

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum in Kooperation mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, gefördert durch die Hanns-Lilje-Stiftung.

01.10.2008 – 03.10.2008

Das Bekenntnis, Jesus Christus sei für uns gestorben, gehört zu den zentralen Grundüberzeugungen des Christentums. Mit der Deutung des Todes Jesu als des entscheidenden Heilsereignisses ist die tragende Mitte des christlichen Glaubens berührt. Zudem hat gerade im Protestantismus die Ausrichtung auf das Leiden und Sterben Jesu eine prägende Wirkung entfaltet.

Um so dringlicher erscheint es, die Frage nach dem Verständnis des dort Geschehenen offen zu stellen und zu bearbeiten. Denn es dürfte kaum ein christliches Traditionselement geben, das zugleich unverstandener ist und unverständlicher erscheint als die Rede von der Heilsbedeutung des Todes Jesu.

Seit einigen Jahren ist in der Theologie ein erneuter Anlauf im Bemühen um ein angemessenes Verständnis des Kreuzestodes Jesu zu beobachten. Dabei wird die These vertreten, allein im Horizont des Sühnopfergedankens lasse sich die Heilsbedeutung des Todes Jesu angemessen erfassen. Im Gegenzug mehren sich jedoch auch Stimmen, welche fordern, die überkommenen Deutungsmuster – Sühne, Opfer und Stellvertretung – endlich zu verabschieden. Das Verständnis des Kreuzestodes Jesu als eines Sühnopfers sei nicht nur  unverständlich, sondern widerspreche zudem der zentralen Botschaft Jesu von der unbedingten Liebe Gottes.

Die Tagung wird zunächst der Frage nachgehen, welche Rolle die Passions- und Kreuzesfrömmigkeit in der protestantischen Religionskultur spielt und welche Veränderungen hier sichtbar werden. Dabei richtet sich der Blick auch auf die Aufnahme des Kreuzesmotivs in der bildenden Kunst, in der Musik und im Film. In einem zweiten Schritt soll dann nach tragfähigen Wegen gesucht werden, um die Heilsbedeutung des Todes Jesu in einer für die heutige Zeit verständlichen und erschließungskräftigen Weise auszusagen. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Prof. Dr. Martin Laube, Universität Bonn und Tagungsleiter, Evangelische Akademie Loccum

Prof. Dr. Christian Albrecht, Ludwig-Maximilians-Universität München

Dr. Fritz Erich Anhelm, Akademiedirektor

Weitere Informationen, Programm und Anmeldung auf den Seiten der Evangelischen Akademie Loccum



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