Praktische Theologie I
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Kirchturm, Minarett und nichts.

Diakonie im Kontext religiöser und kultureller Pluralität. Fachtagung für Führungskräfte diakonischer Sozialunternehmen in Deutschland

21.11.2012 – 22.11.2012

Die Diakonie steht zunehmend vor der Aufgabe, sich auf die steigende religiöse und kulturelle Pluralität einzustellen. Klienten in diakonischen Einrichtungen stammen mehr und mehr aus unterschiedlichen konfessionellen und kulturellen Hintergründen. Mitarbeitende der Diakonie sind schon lange nicht mehr selbstverständlichevangelisch gebunden, sondern gehören anderen Glaubensgemeinschaften an oder sind konfessionslos. Und die Arbeit der Diakonie vollzieht sich im Zusammenhang und bisweilen auch in der Kooperation mit Partnern, die ganz anderen Weltanschauungen oder Wertorientierungen verpflichtet sind.

Im Horizont jener Pluralität entstehen neue Herausforderungen.Sie bestehen in den Erwartungen, die nichtevangelische Klienten, Mitarbeitende und Partner an die Diakonie haben – und umgekehrt in den Ansprüchen, an denen die Diakonie festhalten muss, wenn sie ihrem Auftrag gerecht werden will. Welche Motive und welche Anforderungen bewegen nichtevangelische Zeitgenossen, die als Hilfsbedürftige, als Arbeitnehmer oder als Kooperationspartner zur Diakonie kommen? Mit welchen Erwartungen begegnet die Diakonie ihnen? Diese Fragen interkultureller und interreligiöser Öffnung der Diakonie müssen aus dem Selbstverständnis der Diakonie heraus erwogen werden, zugleich aber mit dem realistischen Blick auf die diakonische Praxis und die faktischen Bedingungen sowie auf die Notwendigkeiten und Abhängigkeiten des diakonischen Handelns im pluralen Kontext. Es sind, nicht zuletzt, Fragen nach der angemessenen Form einer evangelischen Leitung der Diakonie im Kontext praxisbestimmender religiöser und kultureller Vielfältigkeit.

Auf dem traditionellen Bußtagstreffen der Bayerischen Diakonie in der Evangelischen Akademie Tutzing werden Vertreter der Religionssoziologie, der Rechtswissenschaften und der Theologie sowie Praktiker mit Erfahrungen jener religiösen und kulturellen Pluralität mit Führungskräften der Diakonie ins Gespräch kommen.

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